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Das PDF-Dateiformat
Das Portable Document Format (PDF) der Firma Adobe Systems ist ein vielseitiges Dateiformat zur Darstellung von Dokumenten, das die Schriften, Formatierungen, Farben und Grafiken eines beliebigen Quelldokuments (weitestgehend) beibehält, unabhängig von dem Programm und dem Betriebssystem, mit dem es erstellt wurde. Es kann durch die weite Verbreitung im Internet mittlerweile weltweit als Industriestandard für die elektronische Dokumentenverteilung angesehen werden.
PDF stammt von der Seitenbeschreibungssprache Postscript ab und garantiert wie diese auflösungs- und geräteunabhängig die identische Darstellung des Seitenlayouts auf dem Bildschirm und beim Ausdrucken. PDF wurde um vielfältige Funktionen ergänzt, wie Inhaltsverzeichnis (hierarchische Lesezeichen, sog. Bookmarks), Anmerkungen, Verweise, interne und dokumentenübergreifende Verknüpfungen (Links), Sicherheitsoptionen, Formularfunktionen, Multimediaelemente (Video, Audio) etc. Die Dateigröße ist durch Einsatz verschiedener Kompressionsmethoden im Vergleich zu Postscript um ein Vielfaches (oft 5-10 fach oder mehr) reduziert und meistens auch deutlich kleiner als die Ursprungsdatei des Dokuments.
PDF-Dokumente können mit dem für alle Betriebssysteme frei verfügbaren Programm Adobe Reader (vor Version 6.0: Acrobat Reader) betrachtet und exakt ausgedruckt werden; bei installiertem Adobe Reader können im WWW angebotene PDF-Dokumente direkt im Browserfenster angezeigt werden (über ein Plugin oder ActiveX-Steuerelement von Adobe). Optimierte ("linearisierte") PDF-Dateien lassen sich Seite für Seite herunterladen, ohne vorher das gesamte Dokument zu übertragen, und gestatten auf diese Weise den schnellen gezielten Zugriff auch bei umfangreichen Dokumenten.
Die wichtigste Software zur Erzeugung und Bearbeitung von PDF-Dateien ist das kommerzielle Programmpaket Adobe Acrobat (nicht zu verwechseln mit dem o.g. Reader!), das für TUB-Einrichtungen kostengünstig im Rahmen der Adobe-Campuslizenz zu beziehen ist bzw. von TUB-Angehörigen z.B. im PC-Saal MA 263 der ZRZ genutzt werden kann. Aktuell erhältlich ist Version 7.0 für Windows sowie Macintosh in den Produktformen Standard und Professional. Mit Hilfe von Acrobat lassen sich fast beliebige Dokumente in das PDF-Format konvertieren, sogar eingescannte Seiten. Acrobat dient u.a. zum Markieren und Kommentieren von PDF-Dokumenten, zum Einfügen von internen und externen Links, zur Anwendung von Sicherheitsoptionen und digitalen Signaturen auf PDF-Dateien, Erstellen von interaktiven PDF Web-Formularen, zur (allerdings stark eingeschränkten) Durchführung von Änderungen an Text und Bildern von PDF-Dateien in letzter Minute sowie zum Konvertieren von Webseiten für den Offline-Gebrauch zu PDF-Dateien (vgl. auch c't 6/99 S. 110f. "Web-Bereiter" von Thomas Merz).
Neben PDF sind weitere Dateiformate für Dokumente wie Postscript, HTML, RTF, SGML und zunehmend XML stark verbreitet. Eine von Daniel Ohst an der Humboldt-Universität Berlin 1998 vorgelegte Studienarbeit beschäftigt sich näher mit der Untersuchung dieser und weiterer Dateiformate.
Weitere Informationen und Links zum Thema "PDF" sind u.a. auf den Web-Pages von PDFZone, Planet PDF und PDF-Web sowie in der Online-Enzyklöpädie Wikipedia zu finden.